travel0 comments

Tusen takk, Oslo! — Part II

Zum Erinnern: Wir sind in Oslo. Da ich ein großartiges Organisationstalent bin, hab’ ich natürlich vergessen den Akku meiner Kamera aufzuladen. Nicht neu, aber trotzdem ärgerlich.

Deswegen haben wir die Strecke vom Samstag am sonnigen Sonntag noch einmal nachgeholt. Nicht unbedingt wegen mir, sondern vielmehr weil Oslo so klein ist…

Doch zuvor, meine Freunde der Sonne, sei mir noch ein Kurzwort zu Samstag gegönnt:

Nach dem wir festgestellt haben, dass Mette Marit bescheiden wohnt und sehr aufmerksame Wächter hat (Fotos siehe unten), machten wir uns auf den Rückweg. Nur noch zur Nationalgalerie. Schnell, die macht bestimmt bald zu. Mit Schmerzen im Hacken und einem unangenehmen Kribbeln im großen Zeh (ich kann hier nur von mir reden) in der Nationalgalerie angekommen. Sie hat zu. Natürlich! Macht nichts — wir gehen morgen.

Durch die Stadt, Richtung Hostel. Erstmal das neue Zimmer beziehen. Die Betten sind schnell verteilt. Der Wein vom Flughafen ist schnell geöffnet. Prost, Oslo!

Wir haben Hunger. Fisch hatten wir heute schon. Die Pasta bei den Frühstücks-Arabern sah gut aus — Und ja, sie schmeckt auch gut.

Wo gehen wir heute noch hin? Gleich hier um die Ecke sollen ganz viele Bars sein. Billig und Laut. Super. Gehen wir doch mal gucken. Kebab Nummer Eins. Kebab Nummer Zwei. Kebab Nummer…

Da drüben läuft Musik. “Nee, lass mal weiter gehen.” Hier, eine nette Bar — von außen. Türsteher. Ausweise, bitte. Gerne doch. Freu mich ein bisschen. Wisst ihr wie lange das her ist, dass ich nach meinem Ausweis gefragt wurde?! Wenn man den Typen von letzter Woche nicht mitzählt…und die Kassiererin von einer großen Handelskette…

Naja, Miss K. schließt direkt mal Freundschaft mit dem kroatischen Zwei-Meter-Schrank von Mann. Hilft leider nichts. Die Bar ist voll.

Die Bar gegenüber ist relativ leer. Wir gehen rein. Gleiches Prozedere — bis auf die kroatische Freundschaft. Wir sind drin. Nehmen neben einem Pärchen Platz. Schauen in die Karte. Umgerechnet circa 13 Euro für einen Cocktail. Puh. Die müssen aber gut sein!

Sind sie nicht. Überhaupt nicht. Der Bartyp braucht eine halbe Ewigkeit von 20 Minuten um einen Cocktail zu mixen. Und keiner schmeckt. Er hat eine Chance von Eins zu Sechs und er hat sie versemmelt. Das sind die schlecht investiertesten 13 Euro in meinem ganzen Leben. Ich übertreibe nicht. Fragt meine kroatische Freundin…

Ein bisschen enttäuscht und saumüde zurück zum Hostel. Kein alter schnarchender Mann. Ich bin glücklich. Und ich bin weg. Wie ein Stein sag ich euch, wie ein Stein.

Sonntag.

Die Badzeiten sind perfekt abgestimmt. Wir sind so erwachsen. Die Betten sind abgezogen, die Rechnungen beglichen. Nur noch die Koffer verstauen — fertig.

Frühstück. Dann in die Stadt, Richtung Mette. Einfach mal wirken lassen:

Mette will Abstand.

Doch Mette ist nicht das Ziel.

Es ist nicht mehr lange. Bald sind wir da. “Wann denn?” “BALD!”

Nur noch ein paar Meter. Dann sind wir da.

“Wann sind wir denn endlich da?” — “Meine Füße tun weh!” — “Ja, und ich hab..oh guck mal, das ist ja lustig. Die haben Bänke als Fensterbrett…!”

Wir sind da! Im Vigelandsparken. Ein Park voller steinernder Skulpturen. Nicht kalt. Faszinierend warm wirken sie. Mütter, die ihre Kinder halten. Männer, die ihre Frauen beschützen — gezeigt durch eine Momentaufnahme in Stein.

Ich weiß nicht, wo ich zuerst hingucken soll.

Das ist wohl das beliebteste Motiv — sagt Marco (Polo).

Unglaublich schön. Und das perfekte Postkartenmotiv gibt es auch:

Toll. Einfach toll.

Das ist mein Lieblingsmotiv:

Ich kann nicht aufhören zu fotografieren…

Der Monolith.

Das Rad des Lebens.

Lass uns die Sonne genießen. Kurz. “Wir müssen zurück!” — Richtung Mette. Wir wollen doch noch zur Nationalgalerie.

Noch schnell eine Waffel zum Mitnehmen. Etwas für den hohlen Zahn, aber lecker!

Wieder vorbei an Mette’s Park. Schön hat sie es hier.

Wer guckt denn da raus? “Guck mal die Winken dem kleinen Mädchen zu!” — Nein, tun sie nicht. Sie winken uns WEG. Weg vom Sitzen auf Mette’s Besitz. Ist doch nur eine Laterne. Und unsere Füße tun so weh. Oh, jetzt kommt noch einer von der anderen Seite. Ist ja gut. Wir stehen, wir stehen! Geht’s jetzt los?! Na, bitte…

Ganz nett. Jetzt aber weiter zur Nationalgalerie.

Schön hat’s die Mette…oh, guck mal! Die Mädels spielen Schweinewürfeln!

Die Nationalgalerie ist geöffnet. Keine Kameras erlaubt. WAS?! Oh man, dann muss eben das Poster herhalten…(traurig, ich weiß)

“Ich brauch noch Postkarten!” — Ich nicht. Fotografier ich doch einfach während ich warte. Oh, hier eine Kirche…

Es war teuer und es war toll. Tusen takk, Oslo!

Post from: 03.10.2010
Tags: ,

Comments are closed.