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Tusen takk, Oslo! — Part I

Jetzt ist es fast schon eine Woche her – das kurze Vergnügen. Mein Wochenende in Oslo war… luftig-sonnig, ausgiebig-teuer und durchaus lauffreundlich.

Und es war mit anfänglichen, nennen wir es, “Überraschungen” verbunden:

Drei Stunden Schlaf. Ohne Flügel aber mit Bullenkopp — wartend am  Flughafen Schönefeld.  Eine Stunde Verspätung. Zeit um flüssige Genussmittel zu kaufen. Sitzen wie die Kids vom Alex auf dem Boden. Schokolade ist gut. Endlich im Flieger. “Snacks?” — “Perfume?” — “Cigarettes?” — vorbei.

In Rygge angekommen. Draußen wartet der Bus nach Oslo. Wir brauchen Kronen. Wir haben keine Kronen. Keine Wechselstube. KEINE Wechselstube! Aber wir sind Upper East Side: S and her crew made it! (Anmerkung: Ja, ich gucke TrashTV) Kreditkarte gezückt und die Tickets gekauft.

Hostel gefunden. Es ist geöffnet. Und voll. Wir haben gebucht. Uns egal. Sechs Leute ein Zimmer. “Sorry!” — sechs Leute in zwei Zimmern. Es ist halb zwei morgens. Wir werfen einen Blick in das Achterzimmer. Vier Betten belegt, zwei jetzt. Gemischte “Dorms”. Super. Ich will nicht. Da liegt ein alter Mann im Zimmer. Ich hab graue Haare gesehen. Ich will nicht. Aber ich bin so müde. Bett beziehen. Alles dunkel. Liegen. Schlafen. Mein Körper will tanzen — Energie kommt zu spät. Schlafen. Drücke meine Augen ganz fest zu. Fast. Schnarchen. Oh nein, der alte Mann schnarcht. Akupunktur auf meinem Kopf — ohne die Chakren zu öffnen.

Um vier. Der dritte unfreiwillige Mitbewohner kommt ins Zimmer. Zieht sich aus, legt sich hin. Das Schnarchen geht weiter.

Halb fünf. Der vierte unfreiwillige Zimmergenosse betritt den Raum. Zieht sich aus, legt sich hin. Das Schnarchen hört nicht auf.

Die Nacht schon. Es ist um sieben. Vierter Typ steht auf, sieht das ich wach bin und sagt: “Try to sleep!”. Er bewegt sich Richtung WC. Ich höre Geräusche. Und ich rede nicht vom Schnarchen. Toilettengang mit Vorwarnung. Super. Das war (m)eine Nacht.

Und mein Morgen. Vorm Frühstück Stunk gemacht. Bekommen jetzt ein Viererzimmer mit zwei Feldbetten. Siehste, geht doch. Voll! Pff. Erstmal frühstücken gehen. Juhu, nur 55 Kronen (ca. 7 Euro). Ein Schnäppchen! Weißbrot mit ein bisschen Wurst, ein bisschen Käse und ein bisschen Gurken. Der Kaffee ist gut. Die Araber, die das Restaurant leiten, sind sehr nett.

Frisch auf in den Tag. Erstmal in die “City”. Das große “i” ist schnell gefunden-die Touri-Spots sind schnell erklärt. Auf auf, zur Opera!

Futuristischer Stil. Erinnert irgendwie an George Orwells Roman “1984”. Aus dem Wasser entwachsen. Zu dem Wasser gehörend. Irgendwie verrückt. Verrückt schön.

Alles an und in Norwegen ist ruhig und entspannt. Sogar die Möwen. Wie der Kollege hier. Das untere Bild bleibt jetzt einfach mal unkommentiert (das wär’ zu einfach).

Einmal auch reingehen – wenn wir schon mal hier sind.

Alice im Wunderland.

Stühle und Tische. Sieht man ja.

Weiter geht’s. Am Hafen entlang. Ich mache viel zu viele Fotos. “Ich komme, ich komme”. Bummelletzte. Wie in der Zweiten Klasse. Es hat sich nichts geändert. Doch, ich glaube ich bin noch langsamer geworden. Na gut, lassen wir das. Wo waren wir? Achso, der Hafen. Schön. Boote. Oder Schiffe. Boote und Schiffe trifft es ganz gut. Oh, und ein Schloss. Und Kinder.

“Los, lauft!”. Sie können uns nicht verstehen. “WUHHHHH!”. Ein Marathon für Kinder. Sind sie nicht niedlich? Und die Eltern pumpen wie die Maikäfer.

Weil wir gerade bei niedlich sind…

Jetzt ab zum Hafen. Baustelle. Wie in Berlin. Es wird tatsächlich viel gebaut. Hier. Und in Berlin. Schön — ein bisschen Bauzaun-Heimat.

Hach, wenn Kinder spielen…

Am Rathaus vorbei (rotes Backsteingebäude — also nichts Bewegendes). Wir brauchen eine “Mall” — “hier Einkaufszentrum. Brauch ‘ne Mütze.” — sagt Miss M. (ja, ich weiß. Sehr kreativ.).

Schnell ins Schwedenhaus (nein, nicht IKEA). Gefunden. Super. “Lass uns gehen.”  Essen gehen! Hier sieht’s nett aus.

Klar, Fisch.

Das mit den Details können die Norweger. Nicht nur beim Kochen.

Ich weiß nicht ob es an dem Wasser liegt, aber das hat hier irgendwie Hamburg-Flair.

Humor haben se och, die italienischen Norweger. Und einen Hang zum Minimalismus.

Und die Kinder sind kreativ und umweltbewusst. Hier, im Fenster eines Kindergartens. Schön. Mach ich mir auch.

Ich weiß nicht ob es auch reine Kreativität ist. Aber kann mir mal bitte jemand erklären, warum die norwegischen Straßenschilder gebogen sind?

Mist, mein Akku ist leer. Super vorbereitet, Bummelletzte…

Post from: 02.10.2010
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