life / travel1 comment

Budapest

Ich war vorher einmal dort und auch irgendwie nicht. Es war die Abifahrt nach Siófok mit einem Ausflug nach Budapest. Wir guckten Fußball und gingen shoppen. Das machte man so mit achtzehn oder neunzehn.

Mit Mitte Zwanzig-Irgendwas ist das natürlich anders…aus Fußball wurde Menschengucken und aus dem Shoppen über den Markt schlendern. Vor allem Pest zwingt einen zum Schlendern und Flanieren. Kleine Gassen, viele Läden, tolle Architektur. Die klassischen Sehenswürdigkeiten sind sehr überschaubar: Parlament, Freiheitsstatue, die Synagoge (die größte in Europa), das Burgviertel (Buda), die Kettenbrücke und die Markthalle. Wenn ihr etwas Zeit habt, dann besucht die Thermalbäder, es gibt unzählige, sowohl in Buda als auch in Pest. Vermeidet das Gellért-Bad. Es gibt schönere als dieses.

Das Parlament
Das Parlament

Die Freiheitsstatue
Die Freiheitsstatue

Das Wetter war wirklich super, 36 Grad und Sonne. Am Freitagnachmittag sogar immernoch 41 Grad. Die Hitze macht träge und ich liebe es. Deswegen ist eine Bootstour auf der Donau super. Eine Stunde von Pest zur Margareteninsel und wieder zurück. Da kann man auch schon mal zwei Runden mitfahren…


Traditionelles ungarisches Essen als Riesenportionen gibt es im Pozsonyi Kisvendéglő Restaurant. Versucht einen Platz draußen zu ergattern, drinnen ist es bei diesen Temperaturen kaum auszuhalten.


Weniger traditionell, eher ein bisschen edler ist das Gerlóczy Kávéház Restaurant. In einer ruhigen Gegend und trotzdem mitten in der Stadt (Pest). Es hat ein bisschen Pariser Bistrocharme, ist preislich auch ein bisschen höher anzusiedeln, aber immer noch durchaus bezahlbar (selbst als Studentin). Wenn ihr da seid, müsst ihr die Limonade probieren! Ihr wollt nie wieder etwas anderes trinken. Wirklich. Oh, und das Brot! Sie machen das Brot selber, jedes.

Gleich in der Nähe war auch unsere großartige Unterkunft: Das Happy Hostel bzw. Happy Flat. Wir haben die Wohnung bekommen, mit Küchenzeile (Tee und Kaffee gab’s umsonst), eigenem Bad (mit Dusche), Wohnzimmer (unten) und sieben Betten (oben) und WIFI. In einem schönen Hinterhof, mitten in der Stadt, unweit der Donau (Weiße Brücke). Falls ihr Budapest für ein paar Tage besuchen wollt, hier mal die Kontaktdaten von Csaba, dem Besitzer des Hostels:

Csaba Fábián // happyflat@gmail.com // Skype: happyflat // Phone: 0036. 70 774 6688

Csaba erklärt euch alles. Die Geheimtipps, die Touristenspots, die ungarischen Verhaltensweisen. Am Samstag wollten wir zu dem Instant Pub & Club, auch der verzauberte Wald genannt. Einmaliges Erlebnis, immer was los, verrückte Inneneinrichtung. Nichts war. Menschenleer. Er erklärte uns, dass die ganzen Ungaren die Stadt verlassen hätten, weil es so heiß war. Alle zum 40 Minuten entfernten See. Und es stimmte, man sah und hörte nur Touristen. Die sammelten sich auch im Erzsébet Park. Man hörte Trommeln und Sektkorken knallen. Irgendwie wie jeder Park hier. Also nichts Neues.

Aber das Eis! Das war gut. Toblerone und Cheesecake. Njomnjomnjom…(Psst! Man isst das so.)

Zu guter letzt: besucht den Pecsa Flohmarkt im Norden, geöffnet samstags und sonntags von 7-14 Uhr. Und sagt mir, ob er gut ist. Das haben wir nämlich leider nicht mehr geschafft…

Budapest ist wirklich schön. Wer kommt noch einmal mit?

 

Post from: 31.08.2011
Tags: , , ,

kommentare

  1. Hey !
    Wirklich sehr inspirierend wie du uns hier von deinem Ungarn Besuch berichtest. Ich kann dir in allem Recht geben. Ich war Sommer 2010 da und es war einfach bezaubernd. Dieses Land kann einen einfach nur verzaubern. Besonders hat mich das Parlament begeistert. Was eine Baukunst! Und wenn man sich die History von ihm durchliest, sieht man erstmal wie historisch wertvoll es ist. Wirklich ein wunderschönes Monument aus einer längst vergangenen Epoche……-wunderschön.
    Was mir auch sehr gefallen hat, war das Burgviertel. Dieses im Barokstil erbaute Viertel ist einfach unbeschreiblich, und dieser tolle Blick auf die Donau! Einfach genial.
    Aber auch das Essen war wirklich eine neue Erfahrung, so deftig und lecker. Besonders gut hat mir die traditionelle Salami geschmeckt. Mein Freund fand da doch das gute alte Gulasch besser 😀

    Na gut, ich halt mich nun mal etwas zurück. Ich kann nur sagen, dass ein Besuch von Budapest sich unbedingt lohnt!!!

    Liebe Grüße Maika 🙂