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Mamas Gun

Ich hatte das große Glück (und Hörvergnügen) die Record-Release-slash-Presse-slash-Plattenlabeltypen-in-weißen-Hemden-und-Kordhose-Party von Mamas Gun mitzuerleben (Daumen hoch, verfolgen und in deinen Raum lassen)!

Vorgestellt wurde ihr Album “Routes to Riches”. Alles live und alles in Berlin. Genauer gesagt im Maschinenhaus auf dem Gelände der Kulturbrauerei. Aber nun genug von der Location, hin zur (wirklich) großartigen und charmanten (nicht nur der Sänger) Band Mamas Gun:

Sie kommen aus London (eigentlich gelogen) und haben Charakter (-namen). Und sie sind eine Mischung aus Funk gepaart mit Jazz und kombiniert mit dem Sound of Soul — klingt übertrieben (und eingekauft), ist aber wahr. Nicht umsonst hat es die Band um Andy Platts in Japan auf Platz 3 der Top 100 geschafft. Und hey, wir alle wissen, wer die Japaner sind: nämlich die Vorreiter des guten Geschmacks!

Und hier mal eine Vorstellung des guten Geschmacks (im Schnelldurchlauf, denn wir sind hier im Web, verstehste):

“AP” Andy Platts: in Hong Kong geboren (philippinische Mutter und englischer Vater), fühlt sich wie ein Engländer und trinkt gerne Tee, sehr charismatisch, studierte am Liverpool Institute for Performing Arts, Frontman und Produzent

“Professor” Rex Horan: in der westaustralischen Wüste geboren (ja, das sagt man so), begeistert sich für Klassik (und kennt sich darin aus), kann Geige und Klavier spielen, trägt Rastas und Anzug, Bassist

“Eighties” Dave Oliver: alles begann in Hertfordshire, es folgte das Horn-Spiel und Barbershop-Gesang, (und damit der Single-Steckbrief vollständig ist:) er mag Jazz, Soul und Cuban Style (was auch immer das ist), Keyboarder

“Spiller” Terry Lewis: hat erfolgreich sein Studium in Essex abgeschlossen, danach gab er Gitarrenunterricht, ging mit den Brüdern Jool und Christopher Holland auf Tour, Gitarrist (war anzunehmen)

“Union” Jack Pollitt: spielte mit Beyoncé den Song Green Light auf dem von Pharrell produzierten Album “B’Day” ein (wow, mehr muss nicht gesagt werden), Drummer

Also ich als Laie sag jetzt mal: alle irgendwie musikalisch, ne. Und immer mit Spaß dabei (das klingt jetzt echt Alaaf-mäßig, aber man merkt es ihnen wirklich an!).

Vom ersten Ton an, möchte man tanzen, sich bewegen, versuchen so lässig auszusehen wie AP (was meistens nicht gelingt, aber hey es war ja dunkel). Gute-Laune-Musik auf höchstem Niveau und irgendwie so eine “Kann-man-zu-jeder-Zeit-an-jedem-Ort-hören-Platte”!

Nach dem Konzert gab es eine kurze Plauder (und Trink-)stunde mit den Jungs (Homies wär jetzt zu dick aufgetragen, obwohl…). Wunderbar englisch-trocken (auch der Asiate und der Westaustralier) und sehr sehr nett (und das meine ich nicht als kleine Schwester von..ach ihr wisst schon, was ich meine!). Nach dem Plausch gab es noch die letzte Suppe auf deutschem Boden und am nächsten Morgen ging es auch schon wieder zurück zur Insel. Denn das nächste Album muss produziert werden und ich bin mir sicher, und voller Überzeugung, dass es großartig werden wird! Es wird euer Herz zum Springen bringen und eure Füße in Wallungen versetzen! Ihr wollt nie wieder etwas anderes Hören, ihr werdet eure Klingeltöne ändern, eure Wecker umstellen und warten auf den Tag, den großen Tag, wenn das großartige zweite Album von Mamas Gun erscheint. Und während ihr wartet, das hier hören:

Ich hab’s euch gesagt, ihr wollt tanzen! Lasst es zu! Zieht euch aus, oder an, was auch immer! TUT ES!!!!

(Fotos: Mamas Gun)

Post from: 30.08.2010
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