charmante Ecken / frische Gesichter / neue Töne1 Kommentar

Berlin Festival 2011

Ich freue mich auf das Drehen mit tollen Bands. Für Berlin Sessions. Für gute Musik. Ich freue mich nicht auf die Schleusen, das Anstehen am Hangar und das Gefühl, man sei bei einem Hipsterkindergeburtstag.
Nach dem die semifreundliche Akkreditierungsdame mir liebevoll die Pressefessel angelegt hatte, ging es schnell. Kaum Kontrollen. Kaum Menschen. Noch nichts los. Auch gut. Erstmal ankommen, auspacken, aufbauen.
Die Schleusen wurden dezent beseitigt und die Bühnen im Hangar schlichtweg gedreht. Ich bin auf den Sound gespannt…

Dreh mit Alex Winston

Dreh mit Alex Winston

Die ersten beiden Bands waren schnell abgedreht. Alles super. Miss Winston, sympathische Frau mit tollem charismatischen Gesicht.

Wir haben ein bisschen Zeit. Zum Musik genießen oder Däumchen drehen. Beides wechselt sich ab. Ein bisschen James Blake. Er spielt um 14 Uhr. Um 14 Uhr am Freitag. Schade. Der Musiker ist zu groß für die Zeit und für die Technik. Blechender Klang, unverdient und wiederholt. Dann noch zwei Lieder von Oh Land mitbekommen. Ich hoffe auf mehr bei dem Berlinkonzert am 20. November.
Noch ein Interview. Mein erstes für Berlin Sessions. Allein. Also nicht ganz aber irgendwie doch. Erfahrener Kameramann und musikalischer Tonmann. Coole Typen und ich. Halb so wild, aber doppelt so aufregend. Es macht Spaß. Wirklich Spaß. Und dann ist es vorbei.

Samstag, gleiche Szenerie, gleiche Chose. Die gleichen langweiligen Menschen, die man nicht kennt, und schon tausendmal gesehen hat. Egal, es geht um Musik. Gute Musik hören, entdecken.
Im Schnelldurchlauf: Beirut war großartig. Trompetenklänge ertönen und Strandbilder entstehen. Leider auch hier die Instrumente zu mächtig für die Technik. Es wird laut. Boysnoize. Mein Kopf ist nicht bereit, die Festivalhipster sind es schon. Jetzt ein bisschen Hip Hop. Ist es das? Casper, wir sind alle da (ich weiß, der war schlecht…). Stimmung ist da, der Schweiß auch. Wirklich tolle Show. Unglaubliche Stimme. Beginner. Das ist Hip Hop. Ich war jung und wollte ein Liebeslied. Jetzt bin ich semi-jung und will es nicht mehr. Der Sound…was ist denn da los? Gefühlte 23.769 Minuten Unterbrechung. Kein Ton richtig. Wir pendeln zwischen Hangar 4 und 5 und gehen oder betrinken. Und zum Schluss: Mogwai. Alt und gut. Wirklich unerwartet gut. Keine Alltagsmusik für mich. Aber überraschender Moment für das Festival.
Schöner Ausklang.

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