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Das Festival

Endlich war es soweit. Ich war bereit (ich sollte Rapperin werden). Das Berlin Festival 2010: Am Freitag entflammte der Tempelhofer Flughafen in elektronischen Sounds, klirrenden Klaviertasten und vibrierenden Gitarrensaiten.

Voller Euphorie kämpften wir uns durch die Massen (von Hipstern) und Sicherheitsschleusen (wobei hier auch eher die Betonung auf “Schleusen” liegt). Durch die Eingangshalle, ab zum Check-In, Bändchen um den Arm (“Schönen Abend”- “Werden wa haben”), dann Taschenkontrolle (“Haste watt mit? So trinken oder so?”-“Nee”), raus auf das Gelände. Gestoppt-auf der Treppe (wirken lassen). Da is’ ne Bühne-gehen wa hin. Umbau. Erstmal watt trinken (Bier, klar).

Zur Einstimmung gab es Adam Green (“deluxe and drugged”). Gut und vorbei. Die Hangars (ist das die Mehrzahl?). Schon wieder Schleusen. Nur Bändchen zeigen. Rhythmus gefunden: Main Stage, Bier, Hangar 4, Bier, Main Stage, Toilette, Hangar 5, Bier.

Noch mehr Hipsters nach 21 Uhr (coole Kids kommen immer später, dude!). Es war voll. LCD Soundsystem, voll. Schnell (“schnell”) durch die tanzende Menge, Robyn fängt gleich an (Konichiwa Bitches!).

Unglaublich. Unglaublich sexy. Unglaublich tanzbar. Robyn ist Flashdance reloaded. Ich war versunken. Versunken bis zum Ende. Versunken bis…mich der Stick traf. (Entschuldigung, aber) ALTA, ich habe einfach mal mit meinem Gesicht den Stick vom Drummer von Robyn gefangen!!! Tja, Hipster-Kids manchmal ist früher kommen…Okay, okay, ich muss auch zugeben, dass mein Dude den Fang “confirmed” hat (verstehste). Der Kratzer meines Lebens (natürlich war der Stick zerbrochen-ich hab’ ja gesagt, die sind abgegangen). Großartiger Moment-für mein Gesicht und mich.

Nach etlichen Rhythmusrunden: Endstation Caribou (geplante: Fatboy Slim, aber ich konnte einfach nicht mehr- “Du Mutti!”). Es war circa 2 Uhr. Unser dynamischer SoMe-Experte “Mister Dauerconnected”: “Ey, Fatboy Slim spielt nicht mehr.” (haben se nämlich bei Twitter gesacht). Ende vom Lied: das Festival wurde gegen 2.20 Uhr aufgelöst (Wer ist jetzt die Mutti,he!). Zu voll. Zu laut. Was stimmt weiß keiner…Gute Nacht.

Samstag-Logbuch.

Von Sonnenstrahlen geweckt. Super. Von neuem Line up überrascht. Nicht super. Von 6 Uhr (SONNTAG!) auf 23 Uhr (SAMSTAG!) beschnitten. Über die Hälfte der Bands-slash-DJs wurde eliminiert. Der schlanke fette Junge wurde vermisst. Puh, Gonzales und Hot Chip spielten noch. Also, auf auf nach Kreuzberg!

Shawarma und Cola (für die Mutti). Sonne in Berlin. Toll. Erstmal chillen (voll Neunziger, oder?). Aber jetzt auch gut.

Woah, sah aus wie ‘ne Sitzdemo vor dem Hangar 4. Achso, Einlassstop (“Einmal drin, immer drin”). Auf dem Programm: Chilly Gonzales. Virtuose mit Knall. Also genau mein Fall (Ernsthaft, jetzt-ich hab die Skills. Ich werd’ Rapper. Mein Album, Review hier. Also stay tuned!). Es wurde mit Leidenschaft gespielt, mit Schweiß, mit Füßen mit dem Publikum (“Ich, ich, hier ich will nach oben!”). Man kann nicht alles haben. Emily hat das… gut gemacht. 2 Töne spielen, während ein alter schwitziger verrückter Mann hinter dir steht. Das war bestimmt irritierend. Und es war ein weiterer eingebrannter Musikmoment.

Die Stimmung ist gut. Wir kamen schnell in unseren Freitagsrhythmus. Pause. Der Burger war wohl zu empfehlen. Jubel aus der Silent-Disco-Ecke. Witzig. Hier und da, rumgelaufen, zugehört, gesessen. Endlich, Hot Chip auf der Main Stage (“woohoooo”).

Traurig. Sound nicht gut (“man hört ihn nicht”). Die Instrumente klangen komisch. Nicht Hot-Chip-mäßig. Enttäuscht.

Fast 24 Uhr. Noch einmal aufsaugen. Die Lichter. Die Leichtfüßigen. Die Luft.

Danke Berlin.

Post from: 13.09.2010
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