The Roots – Pre-listening

Das neue Album “undun” von “The Roots” kommt am 2. Dezember in Deutschland raus. Hier könnt ihr schon mal reinhören:


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Gebt mir Koalas…

Ich habe Sehnsucht nach der Sehnsucht. Wisst ihr noch? Kennt ihr das? Da die Ferne nicht zu mir kommt, geh ich zu ihr. Wann kann man das besser als im Studium (ich weiß, wer jetzt den Kopf schüttelt). Es brauchte nur zwei Urlaubssemester und die Universal-Ausrede “Den-Bachelor-kann-man-nicht-in-3-Jahren-schaffen”.
Ich hab’ mich beworben, für Amsterdam und für Australien. Ich mag Käse und Koalas. Und es ist verrückt (ich weiß, wer jetzt grinst), ich habe für beides eine Zusage bekommen. Ich darf Käse essen und Koalas streicheln gehen. Ich konnte nicht mehr aufhören zu schmunzeln. Congratulations. Das hielt 24 Zeilen und fünf Zahlen lang an…

Mein Blick blieb starr stehen. Meine Augen suchten verzweifelt nach dem Komma. Es gab keins. Ich schnappte nach Luft. Na gut, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber mein Herzschlag war nicht nur durch purer Freude auf dem Tempo. Kurzzeitig kam der Gedanke mit der Summe einen Platz an der Sonne zu kaufen, Griechenland zum Beispiel. Bis auf, dass ich mir noch einen besseren Weg als Prostitution suchen muss, um an das Geld zu kommen, ist alles super. Ich freu mich. Ich glaube die Euphorie macht mich naiv, vielleicht. Manchmal, darf man auch das sein, naiv.
Weil irgendwie die Zeit noch schneller verläuft, wenn man älter wird, sitze ich nun schon hier und fülle Kisten und Mülltüten. Mit Dingen, die ich irgendwann kaufte, bekam oder “fand” (Jugendsünden…). Und ich brauche doppelt so lang, weil ich bei jedem gemalten Sonnenaufgang meiner Lieblingsgrundschulfreundin mindestens fünf Minuten lang drauf starre und tiefe Seufzer in Endlosschleife produziere. Aber so ist das, wenn man weg geht. Glaub ich. Es fühlt sich richtig an. Was auch immer das heißen mag.

Alles, was nicht in Kisten passte, gibt’s hier und hier.

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Montagmorgen

Wir wollen Alles. Immer wieder. Haben das Gefühl wir bekommen nichts. Leere. Ständige Leere, die wir nicht füllen können, vielleicht nicht füllen wollen. Weil wir sie schon akzeptiert haben. Wir haben uns dran gewöhnt. Wäre die Leere nicht da, würde etwas fehlen. Die Leere würde ein Loch hinterlassen. Dann wäre nicht nur nichts da, sondern es wäre dunkel. Ein großes dunkles Loch. Dann kann man nicht mal mehr versuchen, etwas zu füllen. Vielleicht wollen wir dann nichts mehr. Aber haben, tun wir auch nichts.

MGMT – All We Ever Wanted Was Everything from oneedo on Vimeo.

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Berlin Sessions. TV

© Berlin Sessions

© Berlin Sessions

Schon öfter drüber berichtet – damals als “Neufund”, heute als Teil des Teams: Berlin Sessions. Und endlich, nach einem Jahr Suche nach den Menschen, die die Peitschen und die Dunkelheit aushalten, ist sie ON: Berlin Sessions.TV! Die Webseite steht. Mit neuem Logo und noch mehr Inhalt. UND guckt euch mal den Bären an! DER BÄR! Dieser großartige Bär steht für authentische Akustik-Sessions toller Künstler, von Young Rebel Set, über The Drums bis hin zu William Fitzsimmons. Und das sage ich ganz objektiv…Es macht Spaß, denn manchmal gibt es auch Bier.

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Oh Land in Berlin

Die hübschen Dänen waren zu Besuch. Am Sonntagabend verwandelte Oh Land den Heimathafen in einen Club, der Classic-Dubstep-Tönen lauschen durfte. Die Wetten über Nanna’s Outfit laufen immer noch: ob als Eule oder “Bunny”-Negativ-Huldigung, sie war voller Energie, voller Lust und verloren in ihrer Musik. Miss Fabricius tanzte sich die Seele aus dem Leib und ihre Bandkollegen taten es ihr gleich – also weniger tanzen als spielen. Wirklich toll und immer wieder sehr gern.


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Montagmorgen

Einfach mal ohne Kommentar…


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Fernweh

Es ist warm und es ist Sonntag. Ein schöner Sonntag mit Freunden. Der perfekte Ausklang. Für was eigentlich? Für das Wochenende? Es folgt ein neues…immer wieder. Jeder Sonntag müsste ein Ausklang sein. Alles kommt wieder. Immer und immer wieder. Mal langsamer, mal schneller. Und Neues erscheint Alt. Schon gesehen. Tausendmal gesehen. Die Schlangen bei Curry36, der Blick von der Oberbaumbrücke, jeder Grashalm im Treptower Park. Ich hab’ mich noch nicht satt gesehen.

Wir haben uns viel zu erzählen. Wir reden über gestern, heute und morgen. Vergangene Tage lassen sie schmunzeln und “Weißt du noch?”-sagen. Die Sonne auf unseren Gesichtern lässt sie den Moment genießen. Doch das an Morgen-Denken lässt mich schmunzeln und die Sonne für einen Augenblick vergessen…Angenehme Angst und laute Entschlossenheit mischen sich. Es ist schön, nicht zu wissen, wo man nächstes Jahr sein will. Will nicht jeder überall sein? Ich will überall sein. Mein Schmunzeln wandelt sich in ein Grinsen um. Das ist es. Die Angst wird zur Euphorie. Ich will Neues erleben. Nicht weil ich mich hier satt gesehen habe. Sondern weil es noch vielmehr zusehen gibt. Ich denke laut. Für sie hat es keinen Sinn…

Fang doch hier in Berlin an, wenn du dich noch nicht satt gesehen hast. Warum musst du dann weg? Heimweh ist nichts Schönes…
Ich weiß nicht, was Heimweh ist. Muss man nicht weg sein, um Heimweh zu spüren?! Das klingt logisch. Alle nicken. Ich will das spüren. Das zustimmende Nicken hört ruckartig auf und transformiert sich in ein ungläubiges Hin-Und-Her-Überlegen, ob sie mir das Bier wegnehmen oder noch eins geben sollen…
Also willst du weg, weil du Neues erleben willst: neue Gesichter, eine neue Umgebung. Das nennt man “satt haben”.
Nein, ich will weg, weil…
…weil ich Sehnsucht nach dem Neuen habe – nicht um das Alte zu ersetzen, sondern um es zu bereichern. Ich will Sehnsucht nach der Heimat spüren. Ich will das Alte wieder genießen, nach dem ich das Neue erfahren habe. Nur so funktioniert es, in meinem Kopf. Ich sehne mich nach Sehnsucht, wenn das überhaupt geht…

Einen Moment Stille. Dann stoßen wir an. Auf morgen.

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