
Ich liebe das C/O Berlin. Ich liebe die Atmosphäre dort. Die Räume geben den Bildern Luft ohne sich gegenseitig zu stören. Seit dem 2. Juli atmen dort die wunderbaren Momentaufnahmen der deutschen Fotografin Sibylle Bergemann. 140 Polaroids als Hommage an die im November 2010 verstorbene Künstlerin.
Mich interessiert der Rand der Welt, nicht die Mitte. Das Nichtaustauschbare ist für mich von Belang. Wenn etwas nicht ganz stimmt in den Gesichtern oder Landschaften.
Die Ausstellung lohnt sich wirklich. Jedes Photo ist einmalig – nicht nur weil es ein Polaroid ist, sondern weil die Ausschnitte so natürlich gewählt scheinen und jedes Gesicht und jede Wand, jeder Schatten Vergänglichkeit widerspiegeln. Sibylle Bergemann hatte Fotografie nicht studiert oder gelernt. Vielleicht sind genau deswegen die Aufnahmen so nah und echt. Bis zum 4. September könnt ihr euch die Werke noch anschauen (zusätzlich in der 2. Etage sind die Bilder – “In a Lonely Place” – von Gregory Crewdson ausgestellt: (skurrile) Szenarien aus der amerikanischen Serie “Beneath the Roses”; Vorstadtidylle als Horrormaterial). Bringt ein bisschen Zeit mit. Der zusätzliche Film zu Sibylle Bergemann und ihrem Leben ist ebenso sehenswert wie die Photografien.


"In a Lonely Place" - Gregory Crewdson
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So. Semesterferien. Nach anstrengenden gefühlten 3.987 und 3 real zusammengefassten Wochen Uni, folgen Tage voller Wonne und Sonne und so. Na gut, eins, zwei, drei, vier Hausarbeiten müssen da noch irgendwie..und ein bisschen arbeiten wäre auch ganz…wegen dem Geld…ist ja immer gut sowas – Geld…
ABER man muss sich ja auch mal eine Auszeit, ne…also gönnen. Auszeiten sind kostbar. Deswegen verschwendet sie nicht mit schlecht gemachten Kirch-Media-Formaten oder Klischée-Reality-TV – aber was weiß ich schon, ich hab ja nicht mal ein Fernseher…
ABER ein bisschen viel Auszeiten. Und wisst ihr was ich da so mache? Wenn gucken, dann das hier:
1. Franklin & Bash
- Zwei Jungs (einer gutaussehend, der andere klein) getarnt als Anwälte, die ihre eigene Show abziehen // nicht wirklich neu, aber sehr sympathisch durch das Zusammenspiel von Breckin Meyer (Jared Franklin) und Mark-Paul Gosselaar (Peter Bash)

Franklin & Bash- New Series Overview from Nick Pride on Vimeo.
2. Suits
- Was soll ich sagen, Anwälte gehen immer! Der Meister und sein Schüler – Der sehr (sehr) gut aussehende Harvey Spector (Gabriel Macht) ist ein erfolgreicher Anwalt mit 500-Dollar-Anzügen, augenscheinlich kaltem Herz und einem unwiderstehlichen Lächeln und er trifft auf Mike Ross (Patrick J. Adams) – einem Typen, dessen Superbrain sich mehr merken kann als meine MacBook Festplatte – engagiert, schnell und ehrgeizig. Ein junger Harvey. Ihm fehlt nur eins: der Harvard-Abschluss… (der Trailer ist schleimiger als die tatsächlichen Folgen…amerikanisch halt)

Foto: TV Spoiler
3. White Collar
- Apropos Anzüge: FBI-Agent Peter Burke (Tim DeKay) schnappt nach jahrelanger Jagd den Con-man Neal Caffrey (Matt Bomer). Mit Fußfessel wird er das neue Mitglied im FBI-Team. Balancen zwischen Vertrauen und Misstrauen, planmäßig und intuitiv handeln werden vor allem spannend durch die extrem starken Nebencharaktere, wie Peters Frau Elizabeth (Tiffani Thiessen – Melrose Place!!! – das ging raus an meine Generation) oder Neils Freund Mozzie (Willie Garson). Ihr müsst das nur aufholen – es läuft bereits die dritte Staffel…

Foto: USA Network
4. Burn Notice
- Vom FBI zur CIA: “My name is Michael Westen and I used to be a spy” – seit 5 Staffeln ertönt dieser Satz in unserem Wohnzimmer und meine Lippen müssen ihn mitsprechen. Michael (Jeffrey Donovan) war ein Agent bis er “geburned” (ich weiß leider nicht die korrekte Übersetzung) wurde, damit beschäftigen sich auch die ersten 1,2,3 Staffeln. Neben dem Ergründen wer ihn nach Miami verbannt hat, löst er zusammen mit dem Ex-Navy-Seal-reiche-Frauen-anlachen Sam Axe (Bruce Campbell) und seiner Ex-und dann wieder Freundin Fiona Glenanne (Gabrielle Anwar) prekäre Situationen für Freunde und Freundes Freunde und Freundes Freundes Freunde…so ein bisschen die Neuauflage von MacGyver – mit dem Zusatz einer kettenrauchenden Mutter (Madeline Westen gespielt von Ex-Cagney (& Lacey)-Star Sharon Gless)

Foto: USA Network
5. Wilfred
- genug von Agenten, kommen wir zur Realität zurück: kiffende Hunde. Kiffende Hunde, die sprechen können. Ryan (Elijah Wood) ist ein junger Mann, der seinen Job als erfolgreichen Anwalt (natürlich!) geschmissen hat und seit dem lethargisch durch’s Leben wandelt. Bis die hübsche Jenna (Fiona Gubelmann) mit ihrem Hund Wilfred (Jason Gann) nebenan einzieht. Während andere Wilfred als Hund wahrnehmen, sieht Ryan einen bärtigen Mann in einem abgefuckten Hundekostüm. Es entsteht eine bizarre Bindung zwischen den beiden. Sie kiffen und reden und kiffen. Teilweise hart an jeglicher Grenze, erreicht das ursprünglich australische Format erst mit Mister Wood in der Hauptrolle seinen Erfolg.

Foto: FX
6. Shameless
- Der Trailer sagt alles! ANGUCKEN!!! Großartige Serie (-nach einem englischen Format)!

Foto: Warner Bros. International Television
…and don’t forget: always the original!!!
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HA! Ich werd’ Fashionbloggerin…
…dann kann ich mir sowas hier den ganzen Tag anschauen und sagen “brauch’ ich, muss ich…” und der Titel würde heißen: “Von hübschen und weniger hübschen Männern Jungs” oder so. Und ich könnte mit Grund shoppen gehen, mich selbst präsentieren (mach’ ich ja eh’ schon, aber dann auch mal vernünftig angezogen) und… naja, funktioniert dieses Jahr wohl nicht mehr, aber das erzähl’ ich euch bald…solang’ guckt ihr mal hier rauf:
Boys of Fashion Week SS/2012 from Justin Wu on Vimeo.
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YES, WE SHOULD SWIM!
“The Body” by Pains of Being Pure at Heart from Phillip Van on Vimeo.
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Wird schon.
Natürlich hätte ich schon vor 3.467 Stunden anfangen können zu lernen, aber das macht doch keiner. Die Zeit fehlt doch. Und ein bisschen die Lust. Na gut, ganz viel die Lust.
Aber wenn du früher anfängst, ist es leichter. Du gewöhnst dich dran. Musst nicht soviel auf einmal reinboxen in dein kleines verficktes Siebgehirn.
- sagt der miese Engel auf meiner Schulter (bei mir dürfen Engel fluchen). Er kommt immer eine Woche vor dem Drecksding von Prüfung.
Uh, da ist aber jemand angespannt. Hättest du mal früher angef…
- Halt die Fresse.
Ausgerechnet in der Woche davor, ist der Geburtstag von meiner Freundin und am Donnerstag wollten doch M., D. und ich die Sonne genießen und im Park, an der Spree grillen…und meine Schwester hat mich gefragt, ob ich nicht Babysitten kann, am Samstag – weil meine Eltern doch nicht…
Halt die Fresse.
Aber ich muss lernen…
Genau, damit du den Scheiß nicht noch einmal machen musst. Und außerdem musst du so oder so bestehen. Madame muss ja genau zum Wiederholungstermin nach Edinburgh fahren…
Scheiße. Aber ich habe keine Lust. Es ist Marketing.
Heul nicht rum.
Mein Dozent ist ganz ganz furchtbar. Wirklich. Ein deutscher Südländer mit Coca-Cola-Affinität, ein Anzugsmarketingklischée getarnt in aufgeknöpftem Hemd und Flip Flops (nicht cool), mit ganz hoher Nase. Die ungerechtfertigte Arroganz macht mich aggressiv. Vielleicht sind (unsere) BWLer so doof wie er annimmt, aber ich fühle mich persönlich angegriffen. Ich will Tomaten schmeißen. Ihm auf die Füße brechen.
Mach doch.
Und die Übungstante erstmal. Natürlich Bayerin, die redet wie Nina Ruge – nur schreiender. In den ersten Minuten lacht man noch, weil es wie eine switched-Folge wirkt. Aber nach dieser Humoreuphorie will man sich sie nur noch erschießen. Oberlehrerin mit Zitterstimme. Und warum verdammt nochmal muss sie so schreien?!
Na und. Ist ja nicht so, als würdest du zu den Übungen hingehen…
Na und. Aber ich muss mir den Scheiß zum Lernen zu Hause reinziehen.
Wie redest du denn…
Lass mich.

Findest du das jetzt nicht ein bisschen kindisch.
Schrei mich nicht an.
Reiß’ dich zusammen.
…aber die Sonne…
Die Sonne my ass.
Okay…ich kann ja mal anfangen…nur noch schnell Facebook Google+ checken…
Mach jetzt.
Psst. Ich hab’ doch noch Zeit…

Zeit? Soll die Mutti dir mal vorrechnen wie lange es dauert sich die ganzen Vorlesungen anzuschauen? Mathe war ja noch die deine Stärke…
Mein Engel ist mein Teufel…ja ja, ich fang ja gleich an-nur noch schnell was essen…
Hmmm…nee, das wär jetzt zu leicht…
Krrrr…ich beleidige mich selber. So weit treibt einen das Lernen. Oder der Ansatz…na gut, der Gedanke. Ich mag jetzt viel lieber andere Sachen machen…uh, das Bad. Das Bad MUSS unbedingt geputzt werden. Jetzt.
Nein. Macht ER.
…aber mein Auslandsbaföggedöns muss jetzt mal…auf jeden Fall…gemacht werden…
Nein.
Ich mag dich nicht.

Das ist mir egal. Es geht nicht um mich. Es geht um dich. Willst du das schaffen oder nicht? Zeit kannst du nicht zurück gewinnen…selbst jetzt wird es schon knapp…ach, vergiss alles. Hat doch keinen Sinn. Alles. Zu Spät…
Oh nein. Ich habe keine Zeit mehr. Ich..muss…anfangen..hier..wenn ich das jetzt mache, aber die englischen Texte…und das Modell…und…Luft. Ich brauch’ Luft. Ich habe Panik und brauche Luft…

Ich muss nur anfangen, also fang ich mal an…
-…die erste Vorlesung läuft 5 Minuten…mein Engel meldet sich wieder, hört meinen Dozenten und schreit
Halt die Fresse!
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Die Prüfungen sind (hoffentlich) vorbei. Wird Zeit sich wieder die Welt anzugucken…
Tolles Projekt – quasi 24h Berlin, nur ein bisschen größer: die Welt an einem Tag. Hier seht ihr den Trailer zum Motion Picture Film. Die Musik ist von Joseph Minadeo und Beirut.
One Day on Earth – Motion Picture Trailer from One Day On Earth on Vimeo.
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Rummelsburg. Genau, keiner kennt es, aber man hat schon mal was davon gehört: Rummelsburg ist das Frankfurt/Oder Berlins. Klein, unscheinbar für die ignoranten Städtler, aber begehrt im Sommer oder im Falle Frankfurts bei Zigarettennotstand. Ja, sie werden missbraucht. Für ihren Standort und gleichzeitig dafür missachtet. Aber genug Pro-Ost-Gelaber.
Wir wollen Sonne. Wir brauchen Wasser. Wasser und Musik. So ein Blick in die Gülle der Spree (oder Oder) ist aber auch wie Heimaturlaub. Wenn dann noch die Klänge des besten Clubs Berlins ertönen, dann kann man auch schon mal Karaoke im Mauerpark vergessen.
Und sie kamen in Massen. Engländer. Spanier. Italiener. Schwaben. Ich hatte verdrängt, dass das Watergate seit ungefähr einem Jahr das kleine große “i” übergestülpt bekommen hat. Und alle waren da. Irgendwie schön. Irgendwie anstrengend. Aber das war nichts gegen den – egal wo sie herkamen – “Total Hipster-Overload”. Alle individuell. Lustig. Man hatte was zu gucken. Man hatte was zu trinken. Man hatte was zu hören: Ricardo Villalobos.
Natürlich gab es Wasserpistolen, Wasserbälle, Plastikschwerter, aufblasbare Wasserschwimmkrakendinger, freie Oberkörper, goldene Bikinis, Jumpsuits wie Sand am Meer, Glitzer und jedes Mal ein “Wuuuhhhhhh”, wenn der Bass kam…
Ricardo Villalobos – MDMA by techno_viking








Es war schön.
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