Ja, auch ich komm’ an ihr nicht vorbei: Klein-Nora-Tschirner hat es geschafft. Also, ihr müsst schon zugeben, erstens: hätte keiner gedacht, dass Niedersachsen mal was anderes außer VW hervorbringt und zweitens: hätte niemand damit gerechnet, dass die Balkan-Folklore-Freunde mal ehrlich Punkte vergeben.

Nach 28 Jahren Leiden, Zumuten und Ausschalten haben ein Viertel der Deutschen gegen Mitternacht mal wieder ein würdiges Eurovision-Ende erlebt. Deutschland hat gewonnen. Und das genießen wir, wohl oder übel mit Raab’s Grinsen. Im Hintergrund.
Als aufmerksamer Twitter-Verfolger, muss ich sagen, dass die Lena schon bei Einigen einen modernen Nationalstolz erweckt hat, ohne Scham und ohne Angst sagt man „Ich bin stolz auf Deutschland“. Einfach so. Aber mit Überzeugung. Das ist die eine Seite. Zu der ich mich, in einer abgemilderten Version, schon zählen würde. Ich mag sie, die Lena.
Und auf der anderen Seite stehen die „Hater“. Gar nicht mal eine so kleine Vereinigung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich lustige Namen (ok, mache ich auch gerne; s.o.) und Sprüche auszudenken, wie „Scheiße, jetzt werden wir diesen Brechgesang nie mehr los“ (via @druhh), oder „Lena-Meyer-Langstrumpf“ (via @lieselm), oder hier via @LaMiaCantante „but she deffo paints a bad picture for Germans and both their dancing, singing and social skills.” Und „englisch lernt man auch nicht bei stefan raab offenbar” (via @placetogo).
Beides sei erlaubt. Nicht unbedingt immer qualitativ wertvoll, aber erlaubt. Nur bei einer Frage ist die Antwort unumstritten… Natürlich wird es Berlin!
(Foto: Vincent Hasselgård)
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„I just read a book instead…“
Das dachten sich, den Gesichtern zu urteilen, auch einige der Besucher des Kate Nash Konzerts im Astra Kulturhaus am 25. Mai. An diesem Abend tauschte die gute Kate den weichen rosa Schriftzug ihres Namens gegen den weisen Satz: „A cunt is a useful thing“, der jedem Konzertbesucher in großen weißen Buchstaben als Überhang für ihr Klavier getarnt, sofort ins Auge sprang. Ein kleiner Wandel, der sich durchaus in der Performance bemerkbar machte.

Alle diejenigen, die sich auf ein ruhiges Alternative-Konzert mit britischem Charme einstellten (und davon gab es den entgeisterten Blicken nach zu urteilen einige), hatten entweder die neue Platte noch nicht gehört oder einfach nicht mit der sehr natürlichen Psychedelic-Indie-Darbietung gerechnet. Es gab viel Geschreie und menschliche Lautwiedergabe, also ganz nach meinem Geschmack. Na gut, fast. Und leider nur ganze 45 Minuten lang.
Und nach dieser lauten Dreiviertelstunde verschwand die Kate. Erst nachdem ich meine Hände wund geklatscht hatte, der Saal nach einer geschlagenen Viertelstunde halb leer war, die Steckdosen gezogen waren und die netten Bühnenarbeiter die Drumsticks den hartnäckigen Teenies übergeben hatten, kam sie noch einmal für vier Minuten auf die Bühne. Und performte „Birds“ ohne Mikro, aber mit Gitarre. Ich muss zugeben, ein durchaus gelungener Club-Atmosphären-Abschluss. Hätte es doch nur mehr solcher Momente gegeben…
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Lorem ipsum…

…es ist einer dieser Blogs, die Herr Müller schon einmal beschrieben hat. Ohne Profil. Ohne Charme. Hingeklatschte Morpheme, die keinen Applaus verdienen. Geschrieben von mir, dem Durchschnitt.
(Foto: Ioan Sameli)
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